„Ich liebte meinen Beruf und tauschte dennoch Schere gegen Fabrikarbeit. Aber der ursprüngliche Wunsch blieb: ich will Friseurin nicht als Beruf ausüben, sondern als Berufung leben“. Maria Luisa De Pasquale, Dozentin an der Deutschen Friseurakademie (dfa), Saloninhaberin von Casa De Pasquale und an der dfa ausgebildete Trainerin, kennt das nur zu gut.
„Das Leben geht selten geradeaus. Aber wenn man niemals aufhört, an sich zu glauben, kommt man dort an, wo man hingehört. Davon bin ich überzeugt“, sagt die inzwischen 51jährige. Nach ihrer Ausbildung wollte sie die Friseurwelt erobern, Neues lernen, sich weiterentwickeln. Doch dann traf sie auf eine Chefin, die ihr Selbstwertgefühl so stark verletzte, dass sie die Branche zunächst verließ. „Es hat mich tief getroffen. Aber irgendwann kam der Moment, da war klar: Ich muss zurück.“
Sie besuchte die Meisterschule mit dem Ziel eine bessere Chefin sein und selbst über ihre Arbeit bestimmen zu können. „Ich habe erkannt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es mit Leidenschaft tue“.
Was sie aus diesen Erfahrungen mitgenommen hat:
„Fragt euch gleich zu Beginn: Welche Vision habe ich? und Was motiviert mich, genau diesen Beruf zu ergreifen? Wenn ihr das für euch klar beantworten könnt, habt ihr einen inneren Kompass, der euch auch durch schwierige Phasen trägt. Wichtig ist aber nicht nur, diesen Kompass im Herzen zu haben – sondern ihm auch einen Wert zu geben. Seid euch bewusst, wie kostbar eure Motivation und euer Warum sind, und tragt das nach außen. So erkennen auch andere, wofür ihr steht. Denn es geht nicht nur darum, Techniken zu beherrschen, sondern vor allem darum, mit Herz und Überzeugung für euer Beruf einzustehen. Dieser Beruf lebt von Leidenschaft, Kreativität und der Liebe zu Menschen – wenn ihr das mitbringt, wird euer Weg einzigartig sein.“









